Crossmedia Konferenz 2016

V Crowdworking als Lebensstil – Freie Produzenten im Spannungsfeld zwischen Eigenausbeutung und Entgeldregularien

 

"Internetbasiertes Crowdsourcing war in den Neunzigern war vor allem eine Freizeitaktivität von Programmierern und Journalisten, die auf digitalen Plattformen ihrer Kreativität freien Lauf ließen, und das außerhalb ihrer Unternehmen.", so Stefan Stumpp, Doktorand am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin. Heute ist Crowdsourcing, also das Schöpfen von Einfallsreichtum und Arbeitskraft aus einer Menge von “Freien Produzenten”, Geschäftsmodell und neue Form des kooperativen Arbeitens in verschiedensten Berufszweigen. Auch etablierte Unternehmen versuchen diese Art der Zusammenarbeit innerbetrieblich nachzuahmen...

"Lernerfahrung" als Alibi für Dumpinghonorare

Stefan Stumpp, der auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Anhalt im Masterstudiengang Online Kommunikation tätig ist, stellt bei seiner Arbeit fest, dass da nicht nur unheimlich viel kreatives Potential freigelegt wird, sondern oftmals richtig Geld gespart wird. Denn Arbeitskraft und Einfallsreichtum der Crowd werden auch durch kommerzielle Plattformen genutzt. Und nicht nur das: Tausende von freien Gestaltern, Informatikern, Produzenten, etc,. stellen damit auch ihre  Infrastruktur (IT-Ausstattung, Wohnung/Büro, Autos,...) quasi zur Verfügung -  anders als bei herkömmlichen Unternehmen - und werden dadurch auch zu deren Konkurrenten.

Feste Vergütungen  oder Regeln für  Crowdworking gab es bislang nicht. ... dass freischaffende Kreative und IT-Fachleute sehr viel Zeit in Crowdworking-Projekte investieren. So sind nach seiner Umfrage 43% der IT-Fachleute bis zu 40 Arbeitsstunden pro Monat  in Plattform-Projekten unterwegs, 22% sogar bis zu 100 Stunden. Und die Vergütungen sind oft nicht adäquat....In diese Regulationslücke stoßen zunehmend auch Gewerkschaften, ...

"Gewerkschaften sind out!"

, bekommt der studierte Ökonom Stumpp oft zu hören. Crowdworker scheinen sich auch selbst zu organisieren... Jetzt gibt es eine Untersuchung, welche Rolle Gewerkschaften spielen könnten. Dafür hat Stefan Stumpp mit seinem Kollegen Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani Crowdarbeiter von zwei großen, in Deutschland angesiedelten Plattformen befragt (u.a. Jovoto, Aufträge werden eingestellt, Gestalter erstellen dazu Konzepte, die Fachleute bewerten, Iterationsschleife, bester Entwurf wird realisiert) zu ihren Bedarfen bezüglich Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Rolle, die Gewerkschaften bei der Umsetzung dieser Verbesserungen spielen könnten.

Problemlösung in Sicht

Erste Ergebnisse der Untersuchung und hinzugezogener internationaler Beispielfälle zeigen, dass ein Lösungsansatz ... weiter siehe Blog und im Vortrag auf der TCCM16 am Freitag, den 19.02.2016, ab 14 Uhr, Track 2

 

Crowdworking #tccm16, Freitag Track 2

Anteil Crowdworking an Gesamtarbeitszeit, Grafik Florian Schütte

V Was sind mir meine persönlichen Daten wert und wie unterscheidet sich die Bereitschaft der Datenfreigabe im Internet am Beispiel Google zur realen Welt?

 

Dass unsere Daten, die wir im sogen. "Digital Footprint" bei jedem Online-gehen hinterlassen, gespeichert und gehandelt werden, wissen wir, auch dass Daten einen Wert an sich haben. Aber was sind uns eigentlich unsere Daten wert? Da gibt es ziemlich paradoxe Vorgehensweisen. Was bedeutet das für uns Nutzer? Mehr dazu im Crossmedia Express, Samstag, 20.02.2016, Track 3

 

Nutzen vs. #Datensicherheit

Datensicherheit gibt der User auf, wenn der Nutzen vermeintlich überwiegt, Grafik Florian Schütte

Infos aus der Röhre 2.0 - Social Media dient Jugendlichen als Unterhaltungs- und Informationsmedium

 

Von Florian Schütte

Du wurdest gegruschelt! Wer erinnert sich noch an diese plumpe Anmache in Zeiten von StudiVZ? Und wer war Mitglied in Gruppen wie „Das Niveau ist gerade unters Bett gekrabbelt und heult“ oder „Klug war’s nicht – aber geil!“? Lang, lang ist’s her. Für viele war StudiVZ zwischen 2005 und 2007 der Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke. Doch als Facebook mehr und mehr auch in Deutschland Fuß fasste, der Gruppenzwang zur Anmeldung ...

 Längst hat das Internet das Fernsehen bei den Jugendlichen als meist genutztes Medium abgelöst. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kann rund ein Drittel der Jugendlichen nicht auf das World Wide Web verzichten und ist nach der neuesten Shell-Studie 18,4 Studen pro Woche online (2006: unter zehn Stunden). Doch was treibt die Jugend von heute so im Netz?

Jugendliche würden für YouTube sogar zahlen

 Ob Politik für Dummys von LeFloid erklärt, ob Schminktipps für Fortgeschrittene oder ein Tutorial, wie man ein Geschenk einpackt – es gibt kaum ein Thema, zu dem es auf YouTube nicht auch ein Video gibt. Unangefochten ...

 „Junge Generation will mitgestalten“

 Wie die wachsende Fangemeinde von LeFloid (bürgerlich Florian Mundt) zeigt, steigt unter Jugendlichen das Interesse am Weltgeschehen und Politik offenbar wieder an. In seinem YouTube-Channel greift LeFloid mehrmals wöchentlich aktuelle Themen auf und stellt sie zur Diskussion. Dies brachte ihm sogar schon ein Exklusiv-Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Die junge Generation befindet sich im Aufbruch. Sie ist anspruchsvoll, will ...

Soziale Netzwerke als Informationsquelle

 Politische Themen finden auch mehr und mehr Beachtung auf Facebook. „Ohne Social Media geht es nicht“, erklärt Dr. Claudia Heydolph. „Soziale Netzwerke tragen zur Demokratisierung von Kommunikationsprozessen bei“, analysiert die Journalistin und Medienhistorikerin. Die Blüten, die dies zuweilen treibt – von der Aufdeckung von Missständen auf der einen Seite bis hin zu Hetzkampagnen gegen Flüchtlinge auf der anderen – haben unbestritten mittlerweile Einzug in unseren Informations-Alltag gehalten. ...

Mehr Infos im Blog sowie auf der TCCM, Track 2 und 3 am 19./20.02.2016

#socialMedia Content Nr.1 für Teenies

Social Media Kanäle sind Informationsmedium Nr. 1 bei Teenies, Grafik Florian Schütte

Da kommt was auf uns zu!

Volksstimme-Vortrag #tccm16

 

Redakteure gesucht beim Konferenzpartner Volksstimme. Strategische Personalentwicklung in der Mediengruppe Magdeburg ...mehr im Vortrag am Freitag, den 19.02.2016, Track 3 

Volksstimme-Vortrag #tccm16

 

In Zeiten von "Lügenpresse", Hetzposts und rechter Propaganda im Netz ist das journalistische Arbeiten kein Zuckerschlecken. To feed o not to feed the Troll?, fragt sich Marc Biskup und berichtet, wie er beim Mitteldeutschen Rundfunk damit umgeht. ...mehr im Vortrag am Freitag, den 19.02.2016

TCCM gibt es irgendwie mehr als wir dachten ;-)#tccm16!

Crossmediales Arbeiten beim Partner der Konferenz #tccm16, der MZ

Wie laufen Kreativprozesse in der Onlinekollaboration?  Workshop OnCreate

Cross Media heißt heute auch mobil berichten von kleinen Endgeräten