Crossmedia Konferenz 2017

V Kaufentscheidung von Jugendlichen durch YouTube Social Influencer

Bekannte YouTube Influencer haben einen erheblichen Einfluss auf ihre meist junge Zielgruppe. Da die meisten Personen in dem Alter noch keine ausreichende Reflexion zu Werbung und Produktplatzierungen besitzen, sind sie besonders anfällig für nicht gekennzeichnete Produktplatzierungen und Schleichwerbung. Die Frage, welche sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, in welchem Umfang Produktplatzierungen in den oft hunderttausendfach geklickten Videos eingesetzt werden und ob die Werbung auch als solche gekennzeichnet ist. Diese wurde durch eine Videoanalyse bei vier deutschsprachigen Youtubern mit jeweils über einer Million an Abonnenten erforscht. Auf diese Analyse schließt sich die Frage an, wie dieses Verhalten ethisch zu betrachten ist und welche Schlüsse daraus für zukünftige Gesetzgebungen und Unternehmen gezogen werden können.

Autoren: Gradl, Strunk, Burmeister, Ablinger siehe Vita

Youtube ist der meist genutzte Kanal bei Teens #tccm17

Youtube ist Kanal Nr. 1 für Werber, Grafik Florian Schütte

V Ethische Konflikte von CrowdworkerInnen. Eine Analyse über Amazon Mechanical Turk

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den ethischen Grundsätzen (Code of Conduct) der Crowdworking-Plattform Amazon Mechanical Turk auseinander. Bei Amazon Mechanical Turk handelt es sich um einen Online-Marktplatz für Gelegenheitsarbeiten, der menschliche Intelligenz erfordert und auf die Schwarmintelligenz setzt. Das sind zum Beispiel das Erkennen von Objekten oder Personen in Fotos und Videos, Transkription von Audio-Aufnahmen oder Plagiatsprüfung. Die Aufgaben (Human Intelligence Task, HIT umfassen alles, was nicht von Computern gemacht werden kann, aber Computerarbeit erfordert. Dadurch ergeben sich etliche für die CrowdworkerInnen. Verschiedene Studien wurden in einer Sekundäranalyse ausgewertet, um die ethischen Konfliktbereiche für digitale CrowdworkerInnen aufzuzeigen. Als Analysekriterien dienen die Inhalte eines von einem deutschen Crowdsourcing-Anbieter ausgearbeiteten Code of Conducts. Das Ziel ist, Problemfelder zu definieren und zu diskutieren, um am Ende ein anwendbares Regelwerk zu erstellen.

Autoren: Beneder, Baur, Giuliani Siehe Vita

Crowdworking um jeden Preis? #tccm17

Anteil Crowdworking an Gesamtarbeitszeit, Grafik Florian Schütte

V Die digitale Convenience-Falle. Vom Wert unserer Daten

Die Kostenlos-Mentalität im Internet hat bekanntlich ihren Preis, doch wir sind bereits einen Schritt weiter und zahlen gerne dafür, im #yolo-Style als Ware gehandelt zu werden. Wenn uns der Komfort über die Gefahren von Big Data hinweg sehen lässt, stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Toleranz. Forget the German Angst und entscheidet Euch – sonst entscheiden wir. Eine kritische Betrachtung darüber, was dem User die eigenen Daten Wert sind.

Nutzen vs. #Datensicherheit

Datensicherheit gibt der User auf, wenn der Nutzen vermeintlich überwiegt, Grafik Florian Schütte

Konferenzausblick

Hier finden Sie Infografiken zu Symposiumsthemen, frei zum Abdruck unter Nennung der Quelle/Autor

V Crowdworking als Lebensstil – Freie Produzenten im Spannungsfeld zwischen Eigenausbeutung und Entgeldregularien

"Internetbasiertes Crowdsourcing war in den Neunzigern war vor allem eine Freizeitaktivität von Programmierern und Journalisten, die auf digitalen Plattformen ihrer Kreativität freien Lauf ließen, und das außerhalb ihrer Unternehmen.", so Stefan Stumpp, Doktorand am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin. Heute ist Crowdsourcing, also das Schöpfen von Einfallsreichtum und Arbeitskraft aus einer Menge von “Freien Produzenten”, Geschäftsmodell und neue Form des kooperativen Arbeitens in verschiedensten Berufszweigen. Auch etablierte ...

"Lernerfahrung" als Alibi für Dumpinghonorare

Stefan Stumpp, der auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Anhalt im Masterstudiengang Online Kommunikation tätig ist, stellt bei seiner Arbeit fest, dass da nicht nur unheimlich viel kreatives Potential freigelegt wird, sondern oftmals richtig Geld gespart wird. Denn Arbeitskraft und Einfallsreichtum der Crowd werden auch durch kommerzielle Plattformen genutzt. Und nicht nur das: Tausende von freien Gestaltern, Informatikern, Produzenten, etc,. stellen damit auch ihre  Infrastruktur (IT-Ausstattung, Wohnung/Büro, Autos,...) quasi zur Verfügung -  anders als bei herkömmlichen Unternehmen - und werden dadurch auch zu deren Konkurrenten.

Feste Vergütungen  oder Regeln für  Crowdworking gab es bislang nicht. Das ist wohl der bisherigen ... In diese Regulationslücke stoßen zunehmend auch Gewerkschaften,...

"Gewerkschaften sind out!"

, bekommt der studierte Ökonom Stumpp oft zu hören. Crowdworker scheinen sich auch selbst zu organisieren mit eigenen Plattformen, so dass Gewerkschaften mit ihrer Kernkompetenz, Interessensvertretung, eventuell nicht gefragt sind.... Jetzt gibt es eine Untersuchung, welche Rolle Gewerkschaften spielen könnten. Dafür hat Stefan Stumpp mit seinem Kollegen Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani Crowdarbeiter von zwei großen, in Deutschland angesiedelten Plattformen befragt (u.a. Jovoto, Aufträge werden eingestellt, Gestalter erstellen dazu Konzepte, die Fachleute bewerten, Iterationsschleife, bester Entwurf wird realisiert) zu ihren Bedarfen bezüglich Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Rolle, die Gewerkschaften bei der Umsetzung dieser Verbesserungen spielen könnten...

Problemlösung in Sicht

Erste Ergebnisse der Untersuchung und hinzugezogener internationaler Beispielfälle zeigen, dass ein Lösungsansatz ... weiter siehe Blog und im Vortrag auf der TCCM16 am Freitag, den 19.02.2016, ab 14 Uhr, Track 2

Anteil Crowdworking an Gesamtarbeitszeit, Grafik Florian Schütte

Da kommt was auf uns zu!

Volksstimme-Vortrag #tccm16

 

Volksstimme-Vortrag #tccm16

 

Smart Reply von Nachrichten durch künstliche Intelligenz. Wie glaubwürdig sind Journalisten und PR-Abteilungen, wenn sie Smart-Reply einsetzen? Vortrag von Sascha Kirmeß und Kollegen