Programm

Think CROSS – Change MEDIA 2018
Digital. Culture. Change.
Forum Gestaltung, Magdeburg

16.-17. Februar 2018

 

Am 16. Februar 2018 startet die sechste Think CROSS - Change MEDIA mit Referenten von renommierten Verlagen, Sendern, Hochschulen, Agenturen und Büros unter dem Tite "Digital. Culture. Change."   Detaliertes Programm als pdf

Die Themen

Digitalisierung erfordert und ermöglicht einen Kulturwandel in fast allen gesellschaftlichen Bereichen. In Zeiten von Big Data, Bots und Robotik werten die einen das als Bedrohung, viele andere als Chance. Sie hat die Medienwelt auf den Kopf gestellt, neue Berufsfelder erschlossen und hilft Wissen auf vielfältige Weise zu erlangen und zu vermitteln.

Digitalisierung ermöglicht ein Leben und Arbeiten außerhalb von Großstädten, sie vernetzt bislang antagonistische Bereiche, gibt Medienmachern immer neue Spielräume, aber auch neue Verantwortung und macht Zivilgesellschaft wirkmächtig. Technologien von VR bis HCI ermöglichen diesen weiteren Umwälzungsprozess. Daher steht die TCCM18 unter der Überschrift "Digital. Culture. Change."

Vielen Dank für die vielen Einreichungen! Das Programm ist ab 15.01.2018 online. Fragen dazu an sabine.falk-bartz@hs-magdeburg.de

 

Das sind die Themen:

:: Tell me a story!

 

Crossmediales Storytelling ist grundsätzlich immer noch das Erzählen von Geschichten! Handwerk ist immer noch gefragt. Relevanz, Recherche, Dramaturgie und Stil machen nach wie vor die gute Geschichte. Nur heute erzählt über Mediengrenzen hinweg, aufgebrochen in Erzähleinheiten, zielgruppengerecht in verschiedenen Kanälen offeriert. Storytelling hat den B2C und B2B erreicht und moderne Erzählkonzepte hervorgebracht. Nach der Second-Screen-Phase sind nunmehr VR und AR in aller Munde. Was bedeutet das für die Medienmacher, wo liegen die Grenzen für das journalistische Storytelling, vor welche Herausforderungen stehen Kamera und Ton, welche Möglichkeiten tun sich für Branded Content auf? Und was bedeutet das alles für die klassischen Medien? Und wer braucht das alles?

 

:: Social Media - Inhalt, Design und Technologie

 

Social Media Kanäle sind heute fester Bestandteil in den Angeboten von Verlagen, Sendern und Agenturen. Die gezielte Gestaltung der Beschränkung wie auch die schnelle Information sind Schlüssel zum Erfolg (siehe Twitter, Snapchat). Darüber hinaus macht das Social Web das NutzerInnenverhalten nachvollziehbar und messbar. Anhand von technischen Parametern lassen sich Auffindbarkeit, Verweildauer und Interaktion von Webangeboten substantiell verbessern. Was macht das mit uns Journalisten und Gestaltern? Bei der kontinuierlichen Optimierung von Beiträge stellt sich die Frage, welche Freiräume RedakteurInnen und DesignerInnen sinnvollerweise haben sollten, was genau da eigentlich gemessen wird und ob es mit dem Ziel, ästhetische und inhaltliche Qualität zu schaffen, vereinbar ist und das bei der anvisierten Zielgruppe auch wirklich fruchtet.

 

:: Digital vs. Ethik?

 

Die Herausforderungen des digitalen Zeitalters bestehen schon lange nicht mehr nur in der erfolgreichen Anwendung von Softwareprogrammen, dem sicheren Navigieren durchs Netz oder dem kritischen Konsum von Inhalten. Als Produzenten von Inhalten, Produkten, Services und Anwendungen sind wir heute vielmehr einer verantwortungsbewussten und werteorientierten Produktion verpflichtet. Privacy, freier Zugriff auf Wissen, Compliance Regelungen sollten Medienschaffenden keine Fremdworte sein.
Das setzt Wissen voraus. Grundkenntnisse ethischer Begriffe und Theorien und ihre Relevanz für die alltägliche Informationspraxis sind unerlässlich. Wie auch Kenntnis über Mechanismen bei Fake-News, Bots und personalisierte Nachrichten als Mittel der Manipulation globalen Ausmaßes. Was zeichnet die Manipulation aus, was passiert mit uns als Konsumenten, was müssen wir als Produzenten über die Wirkmechanismen wissen und Insbesondereä< was bedeutet es, in diesem Feld ethisch zu handeln.

 

:: Medien & Bildung

 

Whiteboard und ein vernetzter Beamer machen noch lange keine Digitalisierung. Um mediale Angebote an Schulen und Universitäten zu fördern braucht es neben Richtlinien zum Einsatz von Social Media, Cloudcomputing, OER und neuen digitalen Bildungsangeboten auf Ebene der Bildungseinrichtungen schlicht qualifiziertes Personal. D. h., Fortbildungsmöglichkeiten zu neuen Medien und neuen digitalen Bildungsangeboten und ihren Herausforderungen sowie Einbettung der Vermittlung von Medienkompetenzen in fachdidaktischer Ausbildung. Technologien, die die Einhaltung von Qualitätsstandards ermöglichen, Gütesiegeln, Peer-Review- und Reputationsmechanismen für neue digitale Bildungsangebote und qualitätsvolle Bildungsmaterialien gehören ebenfalls zum Wunschkanon der Bildungsbranche (TEL). Für Medienproduzenten und Entwickler ein spannendes und lohnendes Feld.

 

:: Im Netz. Leben und Arbeit

 

Das Internet ist eine gesellschaftlich integrative Kraft, die Standes-, Bildungsgrenzen, Körper-Raum-Schranken wie auch geopolitische Grenzen außer Kraft setzt. Wohin geht die Reise, wie nutzen wir heute die Möglichkeiten – angefangen mit der Industrie 4.0 bis hin zu E-Gouvernment? Wie beeinflusst das Netz die politische Diskussion, wo werden Grenzen nicht nur außer Kraft gesetzt, sondern manipulatorisch überschritten, welche Mittel helfen fake zu erkennen? An welcher Stelle wirkt die virtuelle Welt integrativ auf die reale Welt, ermöglicht Veränderungen, die tragfähige Zukunftsstrategien in sich bergen, das Konzept Arbeit neu definieren? Ein gesellschaftspolitischer Diskurs ist dazu im Gange und muss fortgesetzt werden.

 

  

Die Referent_innen

Auf der TCCM18 treffen sich Praktiker und Wissenschaftler aus den drei Bereichen Journalismus, Design und Management. Das bedeutet fachlichen Austausch z.B. in Diskussionen über Crossmediales Storytelling, Anregungen aus Good Practice-Beispielen in Social Media Anwendungen oder die Betrachtung der Daten generierenden und speichernden Welt um uns herum.

Die Referenten sind neben Wissenschaftlern Journalisten, Grafik-Designer, PR-Manager, Marketing-Experten und Social Media Strategen, kurz Medienmacher und Gestalter, die an aktuellen Entwicklungen interessiert sind und den Blick für Kommendes haben aus den Bereichen Kommunikation/Journalismus, Medienmanagement und Design. Die Vorschläge werden gesichtet von

 

Prof. Dr. Michael Herzog (Hochschule Magdeburg-Stendal),

Prof. Dr. Elisabeth Katzlinger (Johannes Kepler Universität Linz) und

Prof. Dr. Christine Goutrie (Kunsthochschule Berlin Weißensee)

Prof. Björn Stockleben (Filmuniversität Babelsberg)

Prof. Constanze Langer (FH Potsdam)

 

Die Besucher

Besucher der Konferenz Think CROSS – Change MEDIA sind:

:: Medienschaffende, die sich im Bereich Crossmedia weiterbilden wollen (z.B. Journalisten, Projektleiter, Programmverantwortliche, Designer, Blogger etc.)

:: Wissenschaftler_innen, die sich mit den gesellschaftlichen und professionellen Folgen von crossmedialen Entwicklungen beschäftigen

:: PR-Arbeiter wie Presse- und Unternehmenssprecher, Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit u. Agenturen

:: Studierende aus den Bereichen Journalismus, Interaction Design und Management;

:: Mitarbeiter und Studierende der Partnerhochschulen der HS Magdeburg-Stendal;

:: Studieninteressenten und allgemein an crossmedialen Themen Interessierte

 

Kontakt:

Konferenzorganisation:

Sabine Falk-Bartz, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4241

sabine.falk-bartz@hs-magdeburg.de

 

Büroleitung, Anmeldung:

Armgard von Bonin, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4228

armgard.bonin@hs-magdeburg.de