Crossmedia Konferenz 2015

Die Themen

Crossmediales Arbeiten ist für Journalisten, Pressesprecher, Designer, Manager etc. in Zeiten von Smartphones, Tablet-PCs & Co. mehr und mehr Realität. Schon auf den Konferenzen 2012 und 2014 zeigte sich, wie das Verschmelzen der verschiedenen Kommunikationskanäle Berufsbilder und Professionen verändert, das Netz neue Möglichkeiten der Partizipation eröffnet und Social Media völlig neue Wirtschaftsbereiche schafft. Crossmedia heißt nicht nur, über die jeweiligen Mediengrenzen hinweg zu produzieren, sondern auch interdisziplinär zu denken. Um den Austausch nicht abreißen zu lassen, veranstaltet der Masterstudiengang Cross Media der Hochschule Magdeburg-Stendal am 14. Februar 2015 die nunmehr 3. Fachkonferenz Think CROSS – Change MEDIA, dieses Mal als Workshoptag. Praktiker und Wissenschaftler aus den drei Bereichen Journalismus, Interaction Design und Management treffen sich einen Tag kompakt zu Workshops und Praxisbeiträgen. Das bedeutet fachlichen Austausch z.B. in Diskussionen über Crossmediales Storytelling, Anregungen aus Good Practice-Beispielen in Workshops zu Social-Media-Anwendungen oder die Beantwortung der Frage, ist Datenjournalismus nur eine Hype.

:: Quo vadis? Cross-, Multi- oder Transmedial?

 

Medienmacher sind schon immer auf der Suche nach der guten Geschichte, der neuesten Nachricht, der anspruchsvollsten Gestaltung. Das steht nach wie vor im Vordergrund. Doch die Darreichungsformen haben mit der Digitalisierung der Medien eine solche Vielfalt angenommen, dass dem einen oder anderen Rezipienten, sprich Zuschauer/Leser/Hörer/Nutzer, manchmal nicht klar ist, was jetzt eigentlich wichtiger ist. Wohin geht die Reise? Was wollen Nutzer? Wie viel Multi-, Trans- und Crossmedialität verträgt der Rezipient? Wie viel Multi-, Trans- und Crossmedialität braucht und verträgt ein Thema? Was sind einzelne Macher im Stande zu leisten (z.B. in der Aktualität)? Welche Anforderungen ergeben sich an interdisziplinäre Teams?

 

:: Crossmediales Storytelling in B2B & B2C

 

Klassisches Storytelling erzählt eine ganze Geschichte in einer einheitlichen Form, aufbereitet für ein Medium. Crossmediales Storytelling hingegen bricht die Geschichte in Erzähleinheiten auf und gestaltet sie jeweils in der dramaturgisch optimalen Form. Schließlich verbindet es diese Einheiten medienübergreifend, so dass jeder Übergang den Rezipient_innen folgerichtig erscheint und diesen am besten gar nicht bewusst wird. Beliebte Formen sind zur Zeit Tablet-Erweiterungen für TV-Sendungen (der sogenannte "2nd screen"), die Verbindung von fiktionalen Serien mit online Gaming, sowie Augmented Reality Games, die physische Objekte, mobile Anwendungen und klassische Medien miteinander verweben. Marketing Storytelling (B2C) entwickelt dabei ständig neue, spannende crossmediale Erzählformen für das Social Web und weitere Verbreitungswege. Aber auch im Bereich Business to Business ist die neue Form angekommen.

 

:: Inhalt und Design für Social Media

 

Social Media ist für Journalisten und andere Akteure in Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft in zweierlei Hinsicht interessant: als Werkzeug und als Verbreitungsweg für die eigene Arbeit. Wie Social Media als journalistische Form genutzt wird, zeigen und Vine, Twitter und co. Der Interaktionsprozess ist oftmals linear. Wie können Social Media noch stärker für eine interaktive, dynamische, offene und live-Kommunikation genutzt werden. Welche Mehrwerte ergeben sich und für wen?

 

:: Content first - Newsroom & co

 

Newsrooms haben in etlichen Verlagen, Sendern und Agenturen Einzug gehalten. Dabei wurden meist räumliche Aspekte beachtet, Aufgaben neu verteilt, Funktionen umgemünzt. Doch oft bleiben alte Redaktionen erhalten, werden Pfründe gesichert und wird auf Hierarchien gepocht. Gar nicht so einfach, der Strukturwandel... oder gar ein Pradigmenwechsel. Muss nicht vielmehr das Thema, der Content im Vordergrund stehen und dann der jeweils beste Ausspielweg in der passenden Sendung/Seite/Rubrik gefunden werden? Über Veränderungsprozesse in Sendern und Verlagen und die daraus entstehenden Herausforderungen.

 

:: Datenvisualisierung

 

Öffentlich zugänglichen Daten kommen dem Journalisten, Grafiker oder Pressesprecher oftmals als elend lange Tabellen oder lose Zahlensammlungen daher. Daraus eine Geschichte machen bzw. eine finden? Auf dem Markt bereits befindliche Tools helfen jetzt schon, die Kolonnen einzupflegen und somit zu visualisieren. Gerade das visuelle Aufbereiten von Daten unterstützt die menschlichen Sehgewohnheiten sowie unsere Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu begreifen. Sehen – Wahrnehmen – Verstehen heißt, einen Kontext interpretieren und bewerten zu können. Deshalb stellt sich die Frage nach den visuellen Komponenten in datenjournalistischen Visualisierungen: Wie nehmen beispielsweise Ordnungsprinzipien, Gestaltungsmethoden oder Farben Einfluss auf unsere visuelle Wahrnehmung und somit auch auf eine nachvollziehbare Berichterstattung im World Wide Web? Was also müssen Datenjournalist_innen u.a. an Basiswissen mitbringen?

 

:: Datenjournalismus - Trend oder neue Ära?

 

Die Datenmassen in den Servern dieser Welt sind der neue, heiße Rohstoff. Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen verfügen über Unmengen von Daten. Wenn sie sie computerlesbar zugänglich machen, verwandeln sich diese internen Daten zu „Open Data“. Datenjournalismus, auf Englisch präziser „Data driven Journalism“ bereitet solche Daten auf und macht sie öffentlich. Neue Darstellungsformen, besonders interaktive Grafiken, machen eine verständliche Aufbereitung dieser Daten erst möglich. Guter Datenjournalismus geht weiter. Er liest aus den aufbereiteten Daten "neue" Geschichten heraus oder bewertet vermeintlich Bekanntes völlig neu. Ist das alles nur ein Hype oder bricht hier eine neue Ära im Journalismus an?

 

  

Die Besucher

Besucher der Konferenz Think CROSS – Change MEDIA sind:

:: Medienschaffende, die sich im Bereich Crossmedia weiterbilden wollen (z.B. Journalisten, Pressesprecher, Projektleiter, Programmverantwortliche, Designer etc.);

:: Wissenschaftler_innen, die sich mit den gesellschaftlichen und professionellen Folgen von crossmedialen Entwicklungen beschäftigen.

:: Projektpartner oder solche, die es werden wollen;

:: Studierende aus den Bereichen Journalismus, Interaction Design und Management;

:: Mitarbeiter und Studierende der Partnerhochschulen der HS Magdeburg-Stendal;

:: Studieninteressenten der HS Magdeburg-Stendal und

:: allgemein an crossmedialen Themen Interessierte

Kontakt:

Konferenzorganisation:

Sabine Falk-Bartz, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4241

sabine.falk-bartz@hs-magdeburg.de

 

Büroleitung, Anmeldung:

Armgard von Bonin, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4228

armgard.bonin@hs-magdeburg.de