Crossmedia Konferenz 2016

Think CROSS – Change MEDIA Update 2017
Symposium des M.A. Cross Media an der
Hochschule Magdeburg-Stendal 18. Februar 2017

 

Nach der erfolgreichen internationalen Think CROSS - Change MEDIA 2016 mit Referenten von renommierten Verlagen, Sendern, Hochschulen, Agenturen und Büros startet am 18. Februar 2017 der Update mit Workshops, Vorträgen und Praxisberichten. Das Programm befindet sich in derPlanungsphase.

Was haben wir 2016 gemacht?: Programmübersicht

Die Themen

Crossmediales Arbeiten ist für Journalisten, Pressesprecher, Designer, Manager etc. in Zeiten von Smartphones, Tablet-PCs & Co. heute Realität. Schon auf den Konferenzen 2012/14/15 zeigte sich, wie das Verschmelzen der verschiedenen Kommunikationskanäle Berufsbilder und Professionen verändert, das Netz neue Möglichkeiten der Partizipation eröffnet und Social Media völlig neue Wirtschaftsbereiche schafft. Crossmedia heißt nicht nur, über die jeweiligen Mediengrenzen hinweg zu produzieren, interdisziplinär zu denken, aber auch verteilt  in digitalen Räumen zu arbeiten.

Daher setzt die TCCM16 einen besonderen Schwerpunkt in Kreativprozesse in der Onlinekollaboration und ist gleichzeitig Ort der Dissemination des Projektes OnCreate, des internationalen ERASMUS+Projekts.

Praktiker und Wissenschaftler aus den drei Bereichen Journalismus, Design und Medienmanagement treffen sich auf der TCCM16 zu Workshops, Vorträgen und Praxisbeiträgen. Das bedeutet fachlichen Austausch z.B. in Diskussionen über Crossmediales Storytelling, Anregungen aus Good Practice-Beispielen in Workshops zu Social-Media-Anwendungen oder die Betrachtung der Daten generierenden und speichernden Welt um uns herum.

Das sind die Themen:

:: Crossmedia - Von allen, für alle?l

 

Die Medien stellen Öffentlichkeit her – das ist ihre grundgesetzlich verbriefte Aufgabe. Doch sowohl diese Medien als auch die Öffentlichkeit sind im Wandel – mit gravierenden Folgen für Medienhäuser, Nutzer und Journalisten. Nachrichten sind immer und (fast) überall verfügbar. Besonders Printmedien suchen nach neuen Bezahl-, Verwertungs- und Distributionsmodellen. Bürgerjournalisten, engagierte Laien sind im Netz als Journalisten tätig. Politische und andere institutionelle Akteure schaffen sich an den Journalisten vorbei eigene Zugänge zum Publikum. Das kann man als Demokratisierung werten – oder als Qualitätsverlust. Denn professionelle Standards und Regeln gelten hier nicht. Selbst die Begriffsbestimmung, was denn ein publizistisches Medium ist, ist im Wandel. Klar gehören die Internetangebote von Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehen und Radio dazu. Wie sieht es mit Newsaggregatoren und Nachrichten-Suchmaschinen, mit Twitter, Sozialen Netzwerken, Videoportalen und Blogs aus?

 

:: Inhalt und Design für Social Media

 

Social Media ist für Journalisten und andere Akteure in Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft in zweierlei Hinsicht interessant: als Werkzeug und als Verbreitungsweg für die eigene Arbeit. Wie Social Media als journalistische Form genutzt wird, zeigen und Vine, Twitter und co. Der Interaktionsprozess ist oftmals linear. Wie können Social Media noch stärker für eine interaktive, dynamische, offene und live-Kommunikation genutzt werden. Welche Mehrwerte ergeben sich und für wen? Welche Herausforderungen stellen sich dabei in Sachen Gestaltung und Interaktion?

 

:: Kreativprozesse in Onlinekollaboration

 

Onlinekollaboration findet bereits in vielen Bereichen statt, zum Beispiel in internationalen Projekten. Allerdings beschränkt sich die „Kollaboration“ meist auf Dokumentenaustausch und Diskussionen. Insbesondere bei kreativen Prozessen, in der Lehre aber auch beim politischen Dialog besteht ein großer Bedarf an echten Kollaborationsprozessen, bei denen intensiv gemeinsam Dinge entwickelt werden, anstatt nur Ergebnisse und Ereignisse zu kommentieren. Das sind Herausforderungen z.B. für die projektbasierte Lehre in Online-Studiengängen aber auch in der politischen Weiterbildung.

 

:: Crossmediales Storytelling

 

Geschichte in Erzähleinheiten aufbrechen und sie in passender Darstellungsform mit dem adäquaten Medium gestaltend erzählen. Scrollytelling ist aktuell eine beliebte Form, andere sind zur Zeit Tablet-Erweiterungen für TV-Sendungen (der sogenannte "2nd screen"), die Verbindung von fiktionalen Serien mit Online-Gaming, sowie Augmented Reality Games, die physische Objekte, mobile Anwendungen und klassische Medien miteinander verweben. Auch das Marketing Storytelling (B2C) entwickelt  spannende crossmediale Erzählformen für das Social Web und weitere Verbreitungswege. Im Bereich Business to Business ist die neue Form ebenfalls angekommen.

 

:: Grenzen überwinden via Internet

 

Das Internet ist eine gesellschaftlich integrative Kraft, die Standesgrenzen, Bildungsgrenzen, Körper-Raum-Schranken wie auch geopolitische Grenzen außer Kraft setzt. Wohin geht die Reise, wie nutzen wir heute die Möglichkeiten – angefangen mit der Industrie 4.0 bis hin zu Smartphone-navigierten Flüchtlingsströmen? Wie beeinflusst das Netz die politische Diskussion, wo werden Grenzen nicht nur außer Kraft gesetzt, sondern manipulatorisch überschritten? An welcher Stelle wirkt die virtuelle Welt nicht mehr integrativ auf die reale Welt? Ein gesellschaftspolitischer Diskurs ist dazu im Gange und muss fortgesetzt werden.

 

:: Schöne neue Datenwelt

 

Die Datenmassen in den Servern dieser Welt sind der neue, heiße Rohstoff. Regierungen, Unternehmen und NGOs verfügen über Unmengen von Daten. Wenn sie sie computerlesbar zugänglich machen, verwandeln sich diese internen Daten zu „Open Data“. Datenjournalismus, auf Englisch präziser „Data driven Journalism“ bereitet solche Daten auf und macht sie öffentlich. Professionelle Datenvisualisierung durch Designer, Designtools machen ein  Datenverständnis erst möglich und erzählen im besten Fall neue Geschichten. Guter Datenjournalismus geht weiter. Er bietet dem Nutzer eigene Recherchemöglichkeiten an; manchmal stellen Medien auch noch die Rohdaten in maschinenlesbarer Form an. Der britische „Guardian“ war und ist hier Vorreiter. Der dunkle Widerpart von „Open Data“ sind die „Big Data“. Täglich werden rund 2,5 Trillionen Byte Daten aus unterschiedlichsten Quellen erstellt. Wir alle helfen mehr oder weniger freiwillig mit.  Auch juristisch gibt es einiges zu beachten, wo liegen die Grenzen in der Datennutzung und wie kann man Grenzen in der Datengewinnung (z.B. bei Behörden) überwinden.

 

:: Connected World - "Sie werden verbunden!"

 

Alltagsgegenstände (die physischen Dinge), die uns umgeben, sind mehr und mehr in der Lage, ihre Umwelt über Sensoren wahrzunehmen. Sie können daraus ihren eigenen Kontext ermitteln und sind untereinander vernetzt. Welche Informationen können die Dinge für die Medienwelt zur Verfügung stellen? Wer oder was ordnet, überprüft und setzt sie in einen sinnvollen Kontext? Wie kann eine crossmediale Bereitstellung der Informationen aus dem Netz der Dinge aussehen? Neue Standards, wie zum Beispiel HbbTV, ermöglichen eine neue Qualität von interaktiven Zusatzinhalten auf dem TV und auf verbundenen Geräten, z.B. Tablets und Smartphones. Chatten, Twittern & Voten wird zum zentralen Bestandteil von Livesendungen, vertiefende Inhalte werden vor, während oder nach der Sendung angeboten. Die Social Media Konversation wird damit zu einem zentralen Bestandteil redaktioneller Prozesse.

 

:: Content first - Entwicklungen im Newsroom

 

Newsrooms haben in etlichen Verlagen, Sendern und Agenturen Einzug gehalten. Dabei wurden meist räumliche Aspekte beachtet, Aufgaben neu verteilt, Funktionen umgemünzt. Doch oft bleiben alte Redaktionen erhalten, werden Pfründe gesichert und wird auf Hierarchien gepocht. Gar nicht so einfach, der Strukturwandel... oder gar ein Pradigmenwechsel. Muss nicht vielmehr das Thema, der Content im Vordergrund stehen und dann der jeweils beste Ausspielweg in der passenden Sendung/Seite/Rubrik gefunden werden? Über Veränderungsprozesse in Sendern und Verlagen und die daraus entstehenden Herausforderungen.

 

:: Personalentwicklung

 

Wie stellen sich Unternehmen im sich ständig wandelnden Mediengeschäft personell auf, um den Unternehmenszielen gerecht zu werden. Was wird aktuell getan, um Humanressourcen auszuschöpfen. Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel in der Personalentwicklung und stand in etlichen Sendern und Verlagen zwar immer schon weit oben auf der Agenda, aber oft nur unzureichend auf die Digitalisierung der Medienwelt abgestellt. Welche Rolle spielt die Weiterentwicklung von Führungskräften innerhalb der Unternehmensstrategie. Diese und weitere Fragen mit dem Fokus Weiterbildung diskutiert die TCCM.

 

  

Die Referent_innen

Die international ausgerichtete Konferenz findet in drei parallel laufenden Tracks statt und soll auch praktisch orientiert sein. So sind neben wissenschaftlichen Vorträgen Workshops a 1,5h und Praxisbeiträge a 30 min vorgesehen. Wir sprechen sowohl Medienmacher_innen und Gestalter_innen aus Sendern, Verlagen und Agenturen an, als auch Wissenschaftler_innen aus den Bereichen Kommunikation/Journalismus, Medienmanagement und Design. Die Vorschläge werden gesichtet von

Prof. Dr. Christine Goutrié (Kunsthochschule Berlin Weißensee),

Prof. Dr. Ilona Wuschig (Hochschule Magdeburg-Stendal),

Björn Stockleben (Hochschule Magdeburg-Stendal) und

Prof. Dr. Michael Herzog (Hochschule Magdeburg-Stendal)

 

Für den Bereich Onlinekollaboration begutachten:

Prof. Dr. Joachim K. Rennstich, YMCA University of Applied Sciences, Kassel

Dr. Joze Guna, Universität Ljubliana (Slowenien),

Martyne Thayne, University of Lincoln (Großbritannien)

Dr. Lene Sorensen, Aalborg University (Dänemark)

Die Besucher

Besucher der Konferenz Think CROSS – Change MEDIA sind:

:: Medienschaffende, die sich im Bereich Crossmedia weiterbilden wollen (z.B. Journalisten, Projektleiter, Programmverantwortliche, Designer etc.)

:: Wissenschaftler_innen, die sich mit den gesellschaftlichen und professionellen Folgen von crossmedialen Entwicklungen beschäftigen

:: PR-Arbeiter wie Presse- und Unternehmenssprecher, Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit u. Agenturen

:: Projektpartner oder solche, die es werden wollen;

:: Studierende aus den Bereichen Journalismus, Interaction Design und Management;

:: Mitarbeiter und Studierende der Partnerhochschulen der HS Magdeburg-Stendal;

:: Studieninteressenten (z.B. Oberstufenschüler) der HS Magdeburg-Stendal und

:: allgemein an crossmedialen Themen Interessierte

 

Kontakt:

Konferenzorganisation:

Sabine Falk-Bartz, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4241

sabine.falk-bartz@hs-magdeburg.de

 

Büroleitung, Anmeldung:

Armgard von Bonin, Breitscheidstraße 2, 39114 Magdeburg

Tel. +49 391 886 4228

armgard.bonin@hs-magdeburg.de