Programm

News 4.0 Die Konferenz Think CROSS - Change MEDIA startet 2019 zum siebenten Mal in Magdeburg. Digitalen Kulturwandel gestalten ist der Ansatz für uns Medienmacher und Gestalter. Programmplan als PDF

Freitag, 15.02.2019

 

ab 13.00 Uhr Anmeldung der Referenten

ab 13.30 Uhr Einlass der Teilnehmer

14 Uhr Eröffnung mit Prof. Dr. Michael Herzog,

          Prof. Dominik Schumacher, Sabine Falk-Bartz, Daniel Nauck

          Grußwort von Prof. Dr. Anne Lequy, Rektorin der

          Hochschule Magdeburg-Stendal

 

direkt zum Samstag, 16.02. 2019 ⇓

Slot 1 :: "Shopping 4.0"

14.30-15.15 Uhr Shopping - 4.0 Intro

Keynote Von Städten und Händlern - Vom Vorzeig-StartUp Atalanda lernen

62 Mrd. Umsatz im Online- und Versandhandel 2017 sprechen für sich. Deutschlandweit bemühen sich Stadtentwickler, lokale Medienhäuser mit Unterstützung digitaler Startups um die Etablierung lokaler Marktplätze, um stationären Einzelhändlern den Weg ins Netz und in die Online-Sichtbarkeit bei den Kunden zu erleichtern. Laut einer Studie der Hochschule Koblenz jedoch mit wenig messbarem Erfolg.

Eines der Vorzeigeprojekte mit der höchsten medialen Breitenwirkung ist die  „Online-City Wuppertal“, die 2014 mit der Händlerplattform-Plattform Atalanda startete und kürzlich in „Talmarkt“ umbenannt wurde. Der Gastredner Rene Baisch, Mitgründer des StartUps Atalanda reflektiert Learnings aus dem Modellprojekt und erläutert aktuelle Entwicklungen von atalanda in Hinblick auf die Kooperation mit Städten und Händlern. atalanda bietet die Möglichkeit, Produkte von lokalen Händlern einfach und schnell online zu bestellen , die Bestellung nach Hause liefern lassen oder selbst abzuholen. 

#tccm19 Rene Baisch

15.15-16.00 Uhr Shopping 4.0 - Einblicke

V Von der Hansemacht zur Shoppingmeile

Brüche und Aufbrüche im Magdeburger Handel. Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ist bespielhaft für die Brüche deutscher Städte. In zwei Kriegen die fast vollständige Zerstörung, Mangelwirtschaft der DDR-Zeit, Umschlagsplatz mit großem Hafen an der Elbe, Überflussgesellschaft nach dem Mauerfall und nun das Internetzeitalter - Magdeburg hat viel erlebt und Handel war immer fester Bestandteil. Nils Kremmin, Anja Guse und Martin Rieß gehen der Frage nach, was den Handel in der Elbestadt heute ausmacht. Welche Händler, in welchen räumlichen Konstellationen präsentieren wie welche Warenangebote und was davon nimmt der Kunde an oder eben nicht. In Impulsvorträgen berichten die Studiererenden des Projektes „Shopping 4.0“ über Ihre Recherchen, Beobachtungen sowie ihre Schlussfolgerungen bzgl. der Herausforderungen des inhabergeführten Einzelhändlers im Kontext von Digitalisierung.

#tccm19
#tccm19
#tccm19
V Aus zweiter Hand zur Ski-Werkstatt

Studien zum Thema Einzelhandel konzentrieren sich fürgewöhnlich auf die Marktforschung. Zu Beginn des Projekts "Shopping 4." wurde sehr schnell klar: Wir brauchen tiefere Einblicke in den inhabergeführten Einzelhandel. Bei ihrer Recherche sind die Studierenden auf Menschen gestossen, deren persönliche Geschichten eng mit ihren Vorlieben verknüpft sind. Die Studierenden Anna Mydla und Matthias Döring geben Einblicke in die Feldforschung des Projektes.

Fotograf Sueddeutsche Zeitung
V Status Quo - Das Eindringen von Online-Einzelhandelsplattformen in den stationären Einzelhandel

In dieser Status Quo - Übersicht werden aktuelle Entwicklungen von Online-Einzelhandels vorgestellt, welche jetzt auch den stationären Einzelhandel mit eigenen Läden in den Städten angreifen.
Dazu gehört das Einbringen deren Stärken wie der Warenlogistik, die Einkaufsvorteile von hohen Stückzahlen und die ausgeprägte Fähigkeit die Kunden auch offline in die bestehenden digitalen Prozesse detailliert einzubringen.
Gleichzeitig führt das Wissen über Kundenbedürfnisse und die Besetzung von Nischen mittels der umfassenden Datenanalytik und der überwältigenden Marktmacht zur einer sehr gegenwärtigen bzw. zukünftigen Bedrohung für den Einzelhandel und hier insbesondre auch für den inhabergeführten Einzelhandel.
Die Digitalisierung des Einzelhandels führt auch zu neuen Geschäftsmodellen, Wertschöpfungen und Lösungen. Hierbei kommt es u.a. darauf an, das eigenständige und lokale Sortiment des inhabergeführten Einzelhandels auch mittels der Stärkung von innovativen Produkten aus lokaler Produktion, Handwerk als auch digital gestützten Kleinproduktionen (wie z.B. 3D-Druck) zu fördern.

Informationssyteme

16.00-16.30 Uhr Konferenzkäffchen

Slot 2 :: "Shopping 4.0" Alles digital, oder was? Ausblicke.

16.30-18.00 Uhr Präsentation Konzepte und Ausblicke

V Chancen und Herausforderungen für Einzelhändler der Innenstadt

Der stationäre Einzelhandel ist im Umbruch.  Dabei fällt es besonders den inhabergeführten Einzelhändlern schwer, dem wachsenden Onlinehandel mit Plattformen wie Amazon, Ebay und Etsy etwas entgegenzusetzen. Die Folgen für die Innenstädte reichen von ein von Ladenschließungen bis hin zu innovative Ladenkonzepte und neuen Betriebstypen. Anne Delacroix geht auf die Herausforderungen, aber auch die Chancen ein, denen sich Innenstädte und der inhabergeführte Einzelhandel ausgesetzt sehen und stellt ein innovatives Ladenkonzept aus der Magdeburger Innenstadt vor.

#tccm19
V "Research Online Purchase Offline“

Online recherchieren und im Laden kaufen - Glaubt man der Start-Up-Welt und den Unternehmensberatungen, dann hat das Einkaufsverhalten der Generation ROPO starken Einfluss auf die Zukunft des inhabergeführten Einzelhandels. Daniel Mechenbier wirft einen kritischen Blick auf das Phänomen und setzt es in Beziehung zum inhabergeführten Einzelhandel.

 

#tccm19
Martin Spingys
V Von Beacons, Big Data und Mobilen Endgeräten

Die Bedeutung von mobilen Lösungen und Big Data ist heute unumstritten. Um die Chancen zu nutzen, ergeben sich für den Handel eine Reihe von Herausforderungen. Christian Siebert erläutert anhand von Beispielen, wie sich das Thema für kleinere Händler einsetzen ließe und welche Voraussetzungen dabei zu beachten wären.

 

#tccm19
V Konzepte, Prototypen und Handlungsempfehlungen

Daniel Nauck verantwortet maßgeblich das Projekt "Shopping 4.0". In Abschlusspräsentation präsentieren die Studierenden unter dem Stichwort "Zukunftswerkstatt Shopping 4.0" die erarbeiteten kurz- und mittelfristige Handlungsempfehlungen für die die Stadt Magdeburg zur besseren Aufstellung der Einzelhändler im Netz wie auch die Belebung der Innenstadt. Im Anschluss diskutieren die Teilnehmenden mit den Studierenden über Chancen und Herausforderungen der Vorschläge im Hinblick auf Teilnahme des inhabergeführten Einzelhandels.

Projektmanagement Onlinehandel

18.00-19.00 Get together

ab 19 Uhr Talk after "Ladenschluss"

Im Gespräch geben Einzelhändler Einblicke in Ihren Umgang mit Digitalen Themen Entscheidungsträger aus Stadt und Land zeigen Unterstützungpotentiale seitens der Politk

Samstag, 16.02.2019

ab 9.00 Uhr Anmeldung der Referenten

                Registrierung der Teilnehmer

                erstes Käffcher zum Munterwerden

 

Slot 1 :: "Arbeitswelt 4.0"

9.30-10.45 Uhr Forschungsergebnisse unter Leitung von Prof. Dr. Michael

                       Herzog, Prof. Dr. Elisabeth Katzlinger

V VR am Arbeitsplatz

Wie sieht es aus mit dem Einsatz von Virtual Reality am Arbeitsplatz, welche Auswirkungen hätte das auf die Mitarbeiter und deren Akzeptanz gegenüber zukünftigen Anwendungen - das beleuchtet dieser Vortrag. Studien-Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Einsatzmöglichkeiten von VR am Büroarbeitsplatz vor allem in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Planung, Design und Produktentwicklung sowie Geschäftsprozessmanagement, bewegen. Auch ethische Fragen stehen im Raum: fehlender Datensicherheit, gesundheitliche Bedenken, mangelnde Usability, fehlende Erfahrung sowie anderen Gründen können dazu führen, Virtual Reality nicht nutzen zu wollen. Was muss ich als Arbeitgeber also wissen, bevor ich diese Technologie in meinem Unternehmen einführe. Autoren: Julia Raab, Nico Schörgendorfer, Natalie Weidmann

#tccm19
V Der Einfluss von Kundenratings im Onlinehandel

Im Online-Handel verlassen sich Kunden immer mehr auf die Produktbewertungen anderer Käufer. Die E-Commerce-Plattform Amazon ist Vorreiterin beim Einsatz von Rezensions- und Produktbewertungssystemen. Zusätzlich  verwendet  Amazon  auch  hauseigene  Bewertungen wie "Amazon's Choice" und "Bestseller", um Kunden bei der Produktauswahl zusätzlich zu unterstützen. Der Vortrag zeigt anhand von 40 Produktanalysen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Siegel "Amazon's Choice" und "Bestseller" und der Kundenzufriedenheit besteht. Hierbei wird auch ein wenig Licht hinter die dem Amazon-System zugrunde liegenden Algorithmen gebracht. Autoren: Bostelmann, Emathinger, Hahnl, Mertes

#tccm19
V WhatsApp - Motor oder Bremse im Arbeitsumfeld?

Mal schnell eine Frage an die Kollegen loswerden oder einen Termin fürs gemeinsame Lernen ausmachen - in der WhatsApp-Gruppe kein Ding. In einer Forschungsarbeit  „ WhatsApp im Studium: Vorteil oder Belastung“ wurde der Nutzen von WhatsApp im Rahmen von studentischen Arbeiten, ethischen Bedenken, welche mit der Nutzung von WhatsApp einhergehen gegenübergestellt.

Der Nutzen von WhatsApp kann Vorteile in Bezug auf Zeit, Zweck, Bequemlichkeit oder Einfachheit bringen. Ethische Bedenken befassen sich mit Problemen, welche durch räumliche Distanz, Prokrastination oder geringen persönlichen Bezug entstehen. Zur Beantwortung dieser Fragen, wurde eine Umfrage mit ca. 150 Studenten durchgeführt.

Autoren: Olga Teier (Hochschule Magdeburg–Stendal, Risikomanagement), Katharina Brandmair (Johannes Kepler Universität Linz, Digital Business), Magdalena Jetzinger (Johannes Kepler Universität Linz, Digital Business), Birgit Stichlberger (Johannes Kepler Universität Linz, Digital Business)

#tccm19

10.45: - 11.00  Konferenz-Käffchen

 

Slot 2 :: Fakten, Fakes & falsche Freunde

11.00 - 12.40 Uhr Rechercheergebnisse Medien und der Rechtsruck im Netz

                        unter Leitung von Sabine Falk-Bartz

V Einfluss der AfD auf die Parteienkommunikation

Wird die politische Kommunikationskultur der etablierten Parten durch den aggressiv-propagandistischen Sprachgebrauch der AfD negativ beeinflusst und dadurch ebenfalls aggressiver?

Die AfD ist binnen weniger Jahre in viele deutsche Landtage sowie in den Bundestag eingezogen. Obwohl die Partei teilweise eine deutlich fremdenfeindliche Sprache wählt, bewusst sprachliche Anleihen aus dem 3. Reich verwendet und ganz klar am rechten Rand fischt, hat sie diverse etablierte Parteien überholt und pendelt in der Wählergunst bei ca. 15% - gleichauf mit der SPD. 

Wie haben sich die politischen Botschaften und die Sprache der AfD seit 2013 entwickelt, und in wie weit haben sich Sprache und Aussagen der etablierten Parteien diesem aggressiven Sprachstil angenähert. Eine Untersuchung programmatischer Aussagen und von Wahlwerbung zeigt in chronologischer Abfolge nach Parametern bewertet und vergleichbar gemacht ein deutliches Ergebnis. Autor: Daniel Mechenbier

Medienforschung
V Frustbürger-Ängste als Themenreservoir der Neuen Rechten

Der deutsche Frustbürger und seine Ängste als Themenreservoir der Neuen Rechten: Was macht die Neue Rechte in Deutschland so erfolgreich, welche medialen Strategien schaffen es, insbesondere frustrierte Bürger für ihre Sache zu begeistern? Das große Netzwerk, in dessen Mitte sich die AfD befindet, kommt dabei ohne ein wesentliches Programm zu weiteren gesellschaftlich relevanten Themen aus. Sie erschaffen ein dauerhaftes Untergangsszenario, in dem entweder die Mächtigen unser Land oder Flüchtende unsere Kultur zerstören. Innerhalb dieser Frames bearbeiten die Neuen Rechten Themen, die den Frust und die Ängste ihrer Anhänger befriedigen. Die Themen orientieren sich immer am aktuellen politischen Geschehen, Fakten werden dabei systematisch umgedeutet oder Aspekte frei erfunden. Welchen Techniken und Strategien genutzt werden, um nicht nur am Stammtisch erfolgreich zu sein, zeigt dieser Vortrag. Autor: Nils Kremmin

Medienforschung
V Feindbild Ukraine. Russische Narrative in der deutsche Presse

Feindbild Ukraine. Wie russische Narrative ihren Weg in die deutsche Presse finden: Russische Medien in Deutschland berichten selektiv und manipulativ. Durch die staatliche Finanzierung ist der Maßstab ihrer Informationspolitik in Europa groß genug, um öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen. Die Krim-Annexion wird historisch begründet und mit Fake-Fakten untermauert, die darauffolgende Bestrafung Russlands mit Sanktionen massiv kritisiert. Das Recherche-Projekt „Feindbild Ukraine“ befasst sich mit der Frage, inwieweit und mit welchen Wirkungsmechanismen das Narrativ „Rechte Entwicklungen in der Ukraine nehmen gefährlich zu“ in der deutschen Medienlandschaft verbreitet wird. Unzureichende Faktenüberprüfung, selektive Berichterstattung oder gar gezielte Verbreitung des Narratives durch bestimmte Akteure sind dabei die gängigen Instrumente der öffentlichen Meinungsbildung. Autorin: Maria Pohl

V Pressekodex für digitale Medien in Zeiten von Fake News

Die Gültigkeit des Pressekodex für digitale Medien in Zeiten von Fake News:  Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob der Pressekodex in seiner aktuellen Fassung zeitgemäß die Herausforderungen an die Medienbranche abdeckt. Beantwortet wird diese Frage durch eine qualitative Untersuchung der Kodex-Inhalte. Dabei wird überprüft, ob der Pressekodex als freiwilliges Kontrollinstanz für journalistische Werke eine ausreichende Grundlage bietet, um Fake News durch Medien und ihrer Verbreitung zu verhindern.  Autoren: Schurich, Grassegger, Baumgartner, Boisserée

Pressekodex

Samstag, 16.02.2019, 12.40-13.30 Uhr Konferenz-Lunch

Slot 3 :: Social Media. Inhalte & Technologie

13:30 - 14.15 Uhr

V Wie sich Social Media immer wieder neu erfindet

Wie sich Social Media immer wieder neu erfindet und was das für eine Aktuelle Redaktion bedeutet: Der MDR Sachsen-Anhalt erreicht mit seinen Social Media Angeboten viele tausend Nutzer. Standen vor Jahren Facebook und Twitter im Mittelpunkt, liegt der Focus nun eher auf Instagram und WhatsApp. Frank Rugullis schildert den Wandel und zeigt in einem Werkstattbericht, an welchen Projekten das Team der Online-Redaktion gerade arbeitet.

Onlinejournalismus
V Kinder als Influencer in sozialen Medien

Kinder als Influencer in sozialen Medien: Das Teilen von Familienmomenten in sozialen Medien ist gängige Praxis. Vermehrt sieht man Bilder aus dem privaten Familienleben auch auf Influencer-Profilen. Marken, die auf Kinder
und deren Familien abzielen, erreichen heute durch sogenannte „Kidfluencer“ ihre Zielgruppe.
Dieses Geschäftsmodell und die damit verbundene Veröffentlichung des Privatlebens der Kinder, bergen allerdings Gefahren in sich. Privatsphäre, Sicherheit und Konsequenzen für das spätere Leben der Kinder wurden als ethische Problemfelder identifiziert. Im Rahmen einer Online-Befragung wurde das Meinungsbild von deutschsprachigen Social Media Nutzern zu Influencer Beiträgen aus dem Familienumfeld erhoben. Es zeigt sich, dass es unabhängig von Werbeverwendung bei allen Beiträgen, wo Kinder direkt gezeigt werden, Bedenken über Privatsphäre und Sicherheit gibt. Spätere Konsequenzen für das Kind sind währenddessen nur in Beiträgen zum Werbezweck ethisch bedenklich.

Autoren: Aichmair, Glechner, Vogelsinger, Mydla CM

14.15 - 14.30 Uhr Käffchen

 

Slot 4 :: Fakten, Fakes & falsche Freunde

14.30 - 15.45 Uhr

V Das Frauenbild der deutschen Rechten und dessen öffentlicher Spiegel - Ein Paradoxon

Das Paradoxon weiblicher Unterstützerinnen einer antifeministischen Ideologie.:
Im Kontext von Frauen im Rechtsextremismus wird von einer doppelten Unsichtbarkeit gesprochen, dabei geraten weibliche Personen mit ihren rassistischen, rechtsextremen und generell menschenfeindlichen Meinungen aus dem Blick der Öffentlichkeit. In der geschichtswissenschaftlichen Forschung galten Frauen lange als unbeteiligte Zeitgenossinnen oder als Opfer des nationalsozialistischen Staates.
Die Leerstelle bei der Betrachtung von Frauen in der Geschichte lässt sich auch in der mangelnden Wahrnehmung der Rolle von Frauen in rechtsextremen Strukturen und rechtsterroristischen Gruppierungen in Deutschland nach 1945 wiederfinden.
Frauen haben in fast allen rechtsextremen Gruppierungen und Segmenten der rechtsextremen Szene mitgewirkt und tun das noch heute. Im modernen Rechtsextremismus finden sich neben der traditionellen Orientierung an der Rolle der Frau als Mutter und Verantwortlicher für die Familie, auch modernisierte Lebensentwürfe. Rechtsextreme Frauen beteiligen sich im öffentlichen Bereich der Politik und vertreten dort eigene Ziele. Gleichzeitig sprechen sich rechte Organisationen gegen moderne Rollenbilder aus und warnen vor der Gefahr des Gendermainstreaming“.
Der Vortrag beleuchtet den Widerspruch des Engagements emanzipierter Frauen für eine Ideologie, die sie ablehnt.

Frauen in Medien
V Instagram als Köder für rechten Nachwuchs

Rechtextremistische Gruppierungen haben schon längst die Möglichkeiten des Internets und die Chancen der sozialen Netzwerke für sich entdeckt. Jugendliche sind heute zwei Stunden täglich im Netz. Instagram hat sich zu einer beliebten Plattform entwickelt und ist nunmehr neue Kontaktbörse. Anhand erster Erkenntnisse aus der Literatur und konkreter Beispiele aus Profilen der Identitären Bewegung und der jungen Alternative zeigt der Beitrag, welcher Strategien sich die rechten Aktivisten  bedienen, um unscheinbar die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und  junges Publikum anzusprechen. Autorin: Anne Delacroix

Instagram
V Gaming-Plattformen als neuer Tummelplatz der rechten Szene

Gaming-Plattformen als neuer Tummelplatz der rechten Szene: Wie Berichterstattungen der letzen Wochen und Monaten zeigen, unterliegen Inhalte bekannter Mainstream Social Media Plattformen (Facebook, YouTube, Twitter etc.) mehr oder weniger starker Beobachtung. Rechts(extreme) Gruppierungen sehen darin eine Verletzung der Meinungsfreiheit, so dass sie auf immer neue Plattformen oder ganz und gar ins Darknet abwandern. Der Beitrag geht der Frage nach, wie diese alternative Plattformen aussehen. Was sind deren Eigenschaften? Sind gegebenenfalls Gamer-Plattformen der ideale Raum für rechte Netzwerke? Traditionsgemäß herrscht in der Gamer-Szene ein liberales Verständnis von Meinungsfreiheit – die Community könne sich selbst regulieren, lautet die Devise. Funktioniert dieses Grundprinzip auch in Bezug auf rechtes Gedankengut? Autor: Simon Hefti

Samstag, 16.02.2019,  15.45 - 16:15 Uhr Postersession

Vierte Industrielle Revolution - Motivation und Reorganisation für ein Unternehmen 4.0

Der USB-Stick als Gefahrenpotenzial - Social Engineering in kleinen und mittleren Unternehmen

Suizid und Mobbing - Social Media und das Selbstwertgefühl von Teenagern

Slot 5 :: "Gesellschaft 4.0"

16.15 - 17.30 Uhr

V Schreckgestalt Autonomes Fahren? Meinungen im Ländervergleich zwischen AT, D, UK

Schreckgestalt Autonomes Fahren? - Öffentliche Meinung über selbstfahrende Autos im Ländervergleich zwischen AT, DE und UK: Neben der Entwicklung von E-Autos ist das autonome Fahren ein weiterer Schlüsselbereich im Automobilsektor. Jeder Rückschlag durch Unfälle, schlimmstenfalls tödliche wie erst kürzlich mit einem TESLA-Fahrzeug, lässt das Vertrauen der Konsumenten schwinden. Da das Vertrauen der Gesellschaft für die Einführung von Technologien einen essentiellen Beitrag leistet, ist die Erhebung der öffentlichen Meinung in Österreich (AT) und Deutschland (DE) im Vergleich zu dem Vereinigten Königreich (UK) Gegenstand des Papers. Neben einer Online-Befragung zur Einstellung der österreichischen und deutschen Staatsbürger im Vergelich mit den in UK wurde zusätzlich die ethische Perspektive zu diesem Thema wissenschaftlich beleuchtet. Die Ergebnisse der Studie zeigen eine deutlich positivere Einstellung der Umfrageteilnehmer im Vergleich zu UK vom Jahr 2017. Die Studie liefert auch Erkenntnisse über signifikant unterschiedliche Ergebnisse zwischen Geschlechter, wie etwa das Interesse am Besitz eines autonomen Fahrzeugs oder der generellen Einstellung zu selbstfahrenden Fahrzeugen. Autoren: Karin Atzinger, Julia Huala, Stefan  Mittelstädt, Gregor Sandberger

Künstliche Intelligenz
V Bargeldlose Zukunft - auch für alle?

Bargeldlose Zukunft - auch für alle? In Deutchland ist er zwar noch nicht in Sicht, aber in vielen Nationen zeichnet sich der Weg hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft immer mehr ab. Auf die notwendige Technologie und die Vielzahl an Vorteilen, die digitale Zahlungsmöglichkeiten mitbringensehr ist ein starker Fokus gerichtet. Dass eine derartige Umstellung jedoch auch Nachteile mit sich bringen kann, die ohne strategische Betrachtung sehr gravierende Auswirkungen auf verschiedenste Bevölkerungsschichten haben können, bleibt häufig unerwähnt. Diverse Faktoren führen zu Ausgrenzung in einer sog. Cashless Society. Diese wurden für diesen untersucht und bewertet. Anhand des Fallbeispiels Schweden, das in diesem Prozess sehr weit fortgeschritten ist, wird gezeigt, wie man mit diesen Ausgrenzungsfaktoren umgehen kann. Ergebnisse der Arbeit sollen vor allem der Politik helfen sich strategisch auf eine bargeldlose Gesellschaft vorbereiten zu könnenund potenziellen Ausgrenzungen zu begegnen. Autoren: Erich Brokisch, JanSchiefermair, Adrian Sieber

V Über die Unmöglichkeit zu kommunizieren

Von der Unmöglichkeit zu Kommunizieren.  Einige provokative Überlegungen zu einer Theorie der digitalen Kommunikation, Florian Brody, San Francisco & Wien

 TL;DR: Digitale Kommunikationsmedien in der Hand – in Form des Smartphones eröffnen unendlich viele Kommunikationsmöglichkeiten und machen diese in ihrer Vielzahl und Komplexität unbenutzbar. Dass wir trotzdem noch kommunizieren, mag als erstaunlich gelten.

 Das klassische Sender-Empfänger-Modell von Shannon und Weaver definiert jede tertiäre Information als Störung (Noise), da jedoch letztlich alles Noise ist, wird Kommunikation in dieser Form unmöglich. Kommunikation von organischen Strukturen – und möglicherweise in der Folge auch autonomen Maschinen – wird durch die Umgebung, den „Noise“ erst ermöglicht. Soziale Kommunikation erfordert einen konsensuellen Raum wie Maturana und Varela ihn für autopoietische Systeme definiert haben. Wie und in welcher Form können Smartphones als Endgeräte und Social Media als Kanal Kommunikation ermöglichen bzw. verhindern? Die Nutzung des Telephons qua Telephon ist zugunsten des modernisierten Fernschreibers massiv zurückgegangen. Das Verschwinden des Telephons zeigt sich auch darin, dass es kein Abbild mehr gibt und das Emoji für „Telefon“ ein 30 Jahre altes Design ist.

Schwendter (1990) sah die „Die Unmöglichkeit zu telefonieren“ da der andere entweder das Telefon nicht benutzt oder dauernd telefoniert. Letzteres konnte mit anklopfen“ und Anrufbeantworter technisch anscheinend gelöst werden. Nun hat aber gerade diese Entwicklung telefonieren nicht nur unmöglich gemacht, sondern auch gesellschaftlich ins Abseits geschoben: ohne vorhergehende Kommunikation wurde anrufen wieder unhöflich, als man eine Korrespondenzkarte per Post sandte um ein Telefongespräch anzukündigen oder zu vereinbaren. Email wich SMS, SMS wich Snapchat und Instagram, die Nutzung derselben abhängig vom Alter des Senders und Empfängers.

Der Beitrag zeigt auf, dass digitale technische Kommunikation einerseits eine Vielzahl neuer Kommunikationskanäle eröffnet hat, deren Nutzung – insbesondere über Mediengrenzen hinweg – paradoxerweise kompliziert bis unmöglich gemacht wurde. Er diskutiert die Fragen, ob das Ziel der „Unified Communication“ noch erreichbar, und ob das überhaupt erstrebenswert ist.

Kommunikationsumfeld